Watt, LEDiglich zwei Drittel gespart?

Im Frühjahr flatterten uns wieder die Jahresbescheide der Energieversorger ins Haus. Beim Stromverbrauch diesmal ein signifikanter Anstieg – höchste Zeit also zum Handeln! Mit LED Leuchtmitteln hatte ich mich bisher noch nicht systematisch beschäftigt. Umso mehr staunte ich (Frank hier) bei meiner Recherche im örtlichen Baumarkt über die vielen, teils kreativen Bauformen.

Für fast jeden Sockeltyp gibt es mittlerweile eine passende LED-Lampe, sodass es häufig genügt, die bisherigen Leuchtmittel einfach zu ersetzen. Für den Wohnbereich gibt es die meisten Lampen auch in warmweiß, das entspricht einer Farbtemperatur von ca. 2700-2900K. Wer dimmbare Leuchten benötigt, muss allerdings die Zähne zusammen beißen, denn die gehen momentan noch richtig ins Geld.

 

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LED-TRANSFORMATOR 12V DC IN DECKENSCHIENE (SICHT VON UNTEN)

 

So habe ich mich denn in den letzten Wochen sukzessive vorwärts getastet: von der E14 und E27 über die G4, G9 und GU10 bis hin zu G23, GX53 und R7s. Bei der Installation von 12V Lampen musste ich allerdings die Erfahrung machen, dass die kleinen LED-Lasten die Grundlast der bisherigen Trafos nicht erreichten und diese deshalb keine Spannung mehr abgaben.

Dafür gibt es dann im Prinzip zwei Lösungen: Man mischt Halogenlampen (Hauptbeleuchtung) und LEDs (Akzentbeleuchtung), um die Grundlast zu erreichen, oder man installiert ein geeignetes LED-Versorgungsgerät, wie auf meinem Foto oben zu sehen ist.

 

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ELEKTRISCHE LEISTUNG IN WATT [W]

 

Das Resultat der Umbauaktion kann sich durchaus sehen lassen. Fast zwei Drittel der installierten elektrischen Leistung, gemessen in Watt, sparen wir jetzt dauerhaft ein. Und da ich zunächst die am meisten genutzten Lichtquellen ersetzt habe, ist der Effekt bei gewichteter Betrachtung noch höher anzusetzen. Angesichts dieser Einsparung können wir dem nächsten Frühjahr gelassen entgegen sehen: wir jedenfalls haben die Energiewende bereits erfolgreich vollzogen…

 

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12-MONATS-CHART DER SEMILEDS CORP.

 

Und es scheint so, als würde die Branche mit der zunehmenden Nachfrage der privaten Haushalte jetzt richtig aufglühen. Im Chart von SemiLEDs (ISIN US8166451059) hat im Mai die 50-Tages-Linie (gelb) die 200-Tages-Linie (blau) von unten nach oben durchstoßen (grüner Pfeil), mit dem Kurs geht es wieder kräftig gen Norden. Nur für spekulative Anleger – in homöopathischer Dosis!

 

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