Sanmai no Ofuda

Heute möchte ich (Maria hier) euch eine bekannte japanische Sage vorstellen. Es geht darin um einen kleinen Jungen, der im Wald begeistert Maronen sammelt und darüber die Zeit vergisst. Als die Nacht hereinbricht und er noch überlegt, wie er wieder nach Hause kommt, begegnet er einer älteren Frau. Als diese ihm anbietet, die Maronen für ihn zu kochen, nimmt er dankbar an und folgt ihr zu ihrer Hütte.

Nachdem er sich den Bauch mit den köstlichen Maronen vollgeschlagen hat, wird er furchtbar müde und schläft schnell ein. Mitten in der Nacht jedoch wird er durch unheimliche Geräusche geweckt, die aus dem Nebenzimmer dringen. Als er die Tür einen Spalt weit öffnet, bleibt sein Herz beinahe stehen: er erblickt eine grässliche Berghexe, die ihr Messer an einem Schleifstein wetzt.

 

 

Die ganze Geschichte kann ich hier natürlich nicht erzählen. Schaut doch mal bei Kids Web Japan rein. Da gibt es diese und noch viele weitere – allerdings nur auf Englisch. Nur soviel noch: Es gibt eine aufregende Verfolgungsjagd, die ich auch in meiner Zeichnung (s. o.) festgehalten habe.

Der Junge kann sich schließlich mit Hilfe von drei Zaubertäfelchen (jap. 三枚のお札 – sanmai no ofuda) in Sicherheit bringen. Am besten gefällt mir der lustige Schluss der Geschichte. Und wenn ihr den ganzen Streifen sehen wollt, klickt einfach hier. So, ihr wollt noch etwas Japanisches auf die Ohren? Die Shakuhachi Flöte passt wohl ganz gut zu so einer Gruselgeschichte wie dieser, oder?

 

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